Frank Budde/Yasmine Freigang gewinnen German Open der FJ am Dümmer See

Die Segler vom Segelclub Lippstadt konnten in dieser Saison bereits einige Erfolge verzeichnen, zuletzt gewann ein Team des SCLi die Landesmeisterschaft NRW, die auf heimischem Gewässer ausgetragen wurde. Die Erwartungen im Vorfeld der German Open der Internationalen FJ-Klasse (Flying Junior) waren also entsprechend hoch. Die Regatta wird traditionell am langen Pfingstwochenende ausgetragen und fand in diesem Jahr auf dem Dümmer See in Niedersachsen statt. Die German Open ist in ihrem Stellenwert vergleichbar mit einer Deutschen Meisterschaft, ist jedoch offen für die Teilnahme von Teams aus anderen Ländern. Bekanntlich ist die wichtigste Voraussetzung zum segeln Wind, an dem es am Samstag jedoch vollständig mangelte. Zunächst wurde der erste Start verschoben, da sich im Verlauf des Tages aber kein Wind regte, konnte erst am Sonntagmorgen tatsächlich gestartet werden. Endlich stellte sich der ersehnte Wind ein und bei 3-4 Windstärken konnten im Verlauf des Tages fünf Wettfahrten ausgesegelt werden. Im ersten Lauf belegten Frank Budde/Yasmine Freigang einen 2. Platz, womit sie bereits Ansprüche auf den Titel geltend machten. Das Team Sasse/den Blaauwen aus den Niederlanden gewann den Lauf und blieb auch während der gesamten Regatta die härteste Konkurrenz für das Team vom SCLi. Den zweiten Lauf gewannen Budde/Freigang souverän und mit großem Vorsprung. Die Niederländer konnten das dritte Rennen für sich entscheiden, während Budde/Freigang wiederum das vierte Rennen gewannen. Das Team Thorsten Willemsen/Stefanie Tauchert aus Bocholt/Duisburg sorgte in der fünften und letzten Wettfahrt am Sonntag noch einmal für Spannung, indem sie die Wettfahrt gewannen und somit ebenfalls im Titelkampf mitmischten. Die beiden gewannen zuletzt 2016 die German Open und sind gerade bei dem für den folgenden Tag angekündigten starken Wind besonders leistungsstark. Nach den ersten fünf Wettfahrten war also noch alles offen, selbst die zu dem Zeitpunkt viertplatzierten Norbert Riffeler/Gudrun Korsmeier-Riffeler vom SCLi hatten mit guten Ergebnissen noch alle Möglichkeiten auf den Sieg der Regatta. Das Team Nils Kuhlmann/Daniel Kossack vom SCLi lag am Ende des Tages punktgleich mit dem Titelverteidiger aus Duisburg auf dem 5. bzw. 6. Rang und hatten noch gute Chancen, Bronze zu erreichen.
Am Montag legte der Wind auf etwa 5-6 Windstärken zu und stellte die Teams damit vor stark veränderte Bedingungen. Bei diesem Wind sind die kleinen, nur 4m langen Regattaboote zwar besonders schnell, gleichzeitig aber auch viel anfälliger für Kenterungen oder Materialschäden. Kuhlmann/Kossack mussten noch in der ersten Wettfahrt aufgrund eines Schadens nach einer Kenterung ausscheiden und konnten somit ihr Ergebnis nicht mehr halten. Einem weiteren Boot brach das Ruder bei einer Kenterung. Riffeler/Korsmeier-Riffeler kenterten bereits bei dem ersten Start aufgrund des Fehlers eines anderen Bootes und konnten damit ihre Chancen auf den Sieg der Regatta nicht mehr wahren. Budde/Freigang ließen sich von den härteren Bedingungen jedoch nicht beeindrucken und segelten direkt auf den 1. Platz im ersten Lauf, dicht gefolgt von den Niederländern auf Rang 2 und Willemsen/Tauchert auf Platz 4. Der letzte Lauf entschied die Meisterschaft, aber keines der drei führenden Teams ließ sich davon aus der Ruhe bringen. Willemsen/Tauchert gaben noch einmal alles und gewannen die letzte Wettfahrt, mussten aber hoffen, dass Budde/Freigang patzten, um noch zu gewinnen. Die Segler vom SCLi gaben sich jedoch keine Blöße, beendeten den Lauf auf dem 2. Rang vor den Niederländern auf dem 4. Platz und holten sich somit verdient den Sieg der German Open.