Michael und Katharina Korsmeier auf dem 8. Rang bestes Team des SCLi

Im Rahmen der Travemünder Woche wurde jetzt die Europameisterschaft der Internationalen FJ-Klasse auf der Ostsee vor Travemünde ausgetragen. Eine Woche lang segelten Teams aus fünf Nationen um den Titel, darunter 23 Segler vom Segelclub Lippstadt. Die Bedingungen hätten dabei kaum besser sein können. Bei überwiegend mittlerem Wind und Sonne wurden insgesamt vierzehn einzelne Wettfahrten ausgetragen, in denen sich schnell zeigte, dass die Niederländer diese EM dominieren würden. Bis zum Ende baute das niederländische Team Guido Sol/Hugo de Jong seinen Vorsprung immer weiter aus und siegte souverän vor einem weiteren Team aus den Niederlanden, dessen zweiter Platz kaum in Gefahr geriet. Spannender gestalteten sich die Positionskämpfe auf den Rängen dahinter. Die extreme Leistungsdichte der Teilnehmer sorgte dafür, dass jeder Regattatag die Gesamtplatzierungen durcheinanderwürfelte und kaum vorhersehbar machte, wie sich die Top 10 am Ende zusammensetzen würde. Bei den leichten bis mittleren Winden der ersten Tage war die Bronzemedaille für Paula Scharf vom SCLi, die mit Bernd Hater vom Borkener Segelclub an den Start ging, zum Greifen nahe. Durch einige schlechte Ergebnisse fielen die beiden jedoch auf den 7. Gesamtrang zurück. Paula Scharf blieb damit jedoch beste Seglerin des SCLi und konnte sich nach dem 15. Platz bei der letzten Weltmeisterschaft in Slowenien deutlich verbessern. Der vorletzte Regattatag brachte mit sehr starkem Wind schwierige Bedingungen mit sich. Vor allem die Wellen stellten so manche Teams vor Probleme, da viele Regatten auf Binnengewässern ohne nennenswerten Wellengang ausgetragen werden und sich so völlig neue Herausforderungen ergaben. Aus Sicht des SCLi meisterten diese Herausforderung Michael und Katharina Korsmeier am besten, die sich an diesem Tag trotz Kenterung den 8. Platz in der Gesamtplatzierung sicherten und bestes Team vom SCLi wurden.

Geehrt wurde auch Norbert Riffeler als ältester Teilnehmer, der mit dem dreizehnjährigen Vorschoter Otto Eling ein Team bildete. „Das ist das tolle am FJ. Die Älteren geben ihr Wissen an die Jüngeren weiter und in ein paar Jahren können diese neue Teams bilden und zeigen, was sie gelernt haben. Auf dem Wasser während der Regatten wird knallhart gesegelt, aber an Land werden Wissen und Erfahrungen ausgetauscht“, sagt Daniel Kossack, der Jugendwart der FJ-Organisation, der zusammen mit Nils Kuhlmann den 10. Gesamtplatz belegte.

Mitglieder des SCLi setzten nicht nur seglerisch Akzente, sondern waren auch maßgeblich an der Organisation der Europameisterschaft beteiligt. Als Teil eines Teams waren Michael Korsmeier und Leonie Höer insgesamt zwei Jahre mit den Vorbereitungen des Events beschäftigt und am Ende glücklich, dass alles nach ihren Vorstellungen und ohne Probleme verlaufen ist. In die Hände spielte den Organisatoren auch das Wetter, das sich mit karibischen Verhältnissen von seiner besten Seite zeigte. Umso bedeutsamer war an dieser Stelle die großzügige Unterstützung von Olaf Rüthing, der Getränke zur Verfügung stellte und des dm Marktes in Lippstadt, der für den passenden Sonnenschutz aller Teilnehmer sorgte. Für das nächste Event dieser Größenordnung laufen bereits die Vorbereitungen, die Weltmeisterschaft 2019 wird in Porto San Giorgio in Italien ausgetragen werden. Als nächste Regatta stehen die Lippstädter Segeltage auf dem Plan, die am 25./26. August auf dem Margaretensee ausgetragen werden und ganz andere Herausforderungen als die Ostsee bereithalten.